Fleisch als Ursache für Regenwaldabholzung

Der Regenwald wird Weideland

Seit 2005 ist Brasilien der größte Exporteur für Rindfleisch weltweit.

Doch warum?

Es ist in Südamerika einfach total billig, an Nutzflächen zu kommen. Mindestens 65% der neu gerodeten Flächen werden Tierweiden. Und dazu werden natürlich auch viele Wälder gerodet. Doch Profit geht leider oft über Ethik. Das Ganze hat natürlich immense Folgen für die Umwelt UND auf den Mensch

en, denn der Regenwald dient nicht nur als Lebensraum verschiedener, auch stark bedrohter Tier- oder Pflanzenarten, sondern auch als Stabilisierung des Klimas und als Wasserspender. Durch die Rodung des Regenwaldes – großteils aufgrund von dem Gebrauch neuen Weidelandes – wirkt sich das dann natürlich auf die Treibhausgase aus, die unserer Umwelt zu schaffen haben. Die Rinderzucht in unserem Beispiel von Brasilien trägt somit (FAO: der lange Schatten der Viehwirtschaft) ganze 18% zum weltweiten Ausstoß von Treibhausgasen bei!

Soja als Futter für unsere Nutztiere

90% der Deutschen essen Fleisch und als ich las, wie viel durchschnittlich verzehrt wird, bin ich erschrocken. Ganze 60 Kilogramm pro Jahr! Außerdem werden durchschnittlich pro Jahr 90 Liter Frischmilchprodukte und 223 Eier verzehrt. Nun, bei so vielen tierischen Produkten entstehen Platzprobleme. Es werden für unseren Bedarf so viele Kühe, Schweine, Hühner und Puten gehalten, dass wir gar nicht genug Ackerland haben, um das benötigte Futter anzubauen. Denn die bekommen meist Soja, da es energie- und proteinreich ist. So kommen wir wieder auf den Amazonas und sehen, dass auch wir das Problem unterstützen. Mehr als 80% des importierten Soja kommen aus Südamerika und nur der kleinste Teil (ca. 2 Prozent) werden auf europäischen Äckern angebaut. Doch das wird dann meist für Sojamilch, Tofu oder Ersatzprodukte benötigt. Du brauchst dir also keine Sorgen zu machen, dass die Sojabohnen für dein Soja-Schnitzel aus dem Amazonas kommen.

Wie viel Wasser und Fläche hat mein Hamburger gebraucht?

Ein sehr interessantes Beispiel, wie viel Wasser und Fläche benötigt wird, finde ich immer anhand des Hamburgers (des Fleischpattys). Rate doch mal, wie viel du denkst, was so ein kleines Stück Fleisch bedarf.

! 3,6 m² Fläche und 2500 l Wasser !

Und wir wissen alle, dass gerade in den Länder, in denen das Futtermittel angebaut wird oder viele Tiere gezüchtet werden, das Wasser knapp ist und viele Menschen auch verschmutztes Wasser trinken müssen. Außerdem verhungern und verdursten noch immer viele Menschen und dann ist es umso weniger gerechtfertigt, für einen Hamburger eine solche Menge an Fläche, Nahrungsmitteln und Wasser zu verwenden.

 

Unsere Entscheidung jeden Tag

Wir können also jeden Tag entscheiden, ob wir die Rodung des Regenwaldes unterstützen oder uns für die gesunde und abwechslungsreiche Alternative entscheiden. Vielleicht war es dir noch nie so bewusst, aber es ist eine tägliche Entscheidung für unsere Erde, die Tiere, unsere Mitmenschen und deine Gesundheit!

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