Gesund essen macht glücklich

gesunde Ernährung

Wer kennt es nicht? Gerade in stressigen Zeiten isst man gerne mal Gummibärchen oder Schokolade, bei Trennungen ist die größte Stütze Eis und zu wenig Schlaf macht Hungrig. Irgendwie hilft Essen. Es muntert uns auf. Doch kann es sogar sein, dass zu viel ungesundes Essen unglücklich macht? Sind Übergewichtige nicht eher depressiv oder ist das nur ein Mythos?
Ich kläre dich heute darüber auf, wie Essen auf unsere Psyche wirkt und du dich glücklich essen kannst.

Nun, wenn wir uns hier mal die Entwicklung ansehen von Fettleibigkeit und Depressionen bekommt man einen Schreck. In den westlichen Ländern breitet sich starkes Übergewicht epidemieartig aus. Seltsamerweise jedoch genauso Angststörungen und Depressionen. Vertiefen wir uns in dieses Thema, so finden wir heraus, dass Übergewichtige wirklich ein höheres Risiko haben, an Depressionen zu erkranken. Der Gedanke liegt nahe, dass Menschen mit einem höherem Gewicht einfach mehr essen, da sie mit ihrem Körper unglücklich sind. Sicher wirkt das auch irgendwie auf das Essverhalten und die Stimmung, es gibt jedoch wichtigere Fakten, wie stark das Essen unsere Stimmungslage beeinflusst.

Kuhmilch lässt Casomorphin entstehen – ein Opioid. Zucker macht süchtig und das vergleichbar mit einer drogenähnlichen Wirkung. Es gibt Stoffe in verschiedenen Nahrungsmitteln, die direkte Wirkung auf unser Gehirn haben. Manche Lebensmittel machen uns durch bestimmte Botenstoffe müde und andere glücklich. Doch was hat es genau auf sich?

Anfangen möchte ich mit Omega-3-Fettsäuren. Die Wirkung ist immens, sie verbessern die Neuverschaltung der Nervenzellen des Gehirns. Ähnlich wirken vermutlich auch moderne Antidepressiva! Es gab verschiedene Versuche anhand depressiver Menschen bis hin zu Gefängnisinsassen und es wurde festgestellt, dass Phasen der Depression und auch Aggression deutlich seltener auftraten mit der Zufuhr von Omega-3-Präperaten. 2010 belegte ein Wiener Psychiater, dass Fischölkapseln bei Probanden mit einem hohen Psychoserisiko den Ausbruch der Störung um rund 25 Prozent reduzierten. Da Fisch (ganz davon abgesehen, dass es leidensfähige Tiere sind und die Meere immer mehr überfischt werden) immer häufiger Mikroplastik und Antibiotika oder auch Quecksilber enthält, würde ich dir eher pflanzliche Alternativen empfehlen. Leinöl ist hier mein Favorit, Hanf- oder Rapsöl ist jedoch auch reich an essentiellen Fettsäuren.

Die Erklärung für die Wirkung auf unser Gehirn ist simple. In unserem Darm befinden sich 100 Million Nervenzellen – damit mehr als im Rückenmark! Dieses „enterische Nervensystem“ ähnelt im Aufbau dem des Gehirns und sie stehen auch im ständigen Austausch miteinander. Ganze 90% gehen vom Bauch in den Kopf und landen in den Bereichen, die für unsere Gefühle zuständig sind.

Außerdem kontrollieren verschiedene Botenstoffe und Hormone unser Verhalten und unsere Gefühlslage. Beispielsweise das Sättigungs- bzw. Appetithormon Ghredlin. In Tierversuchen wurde herausgefunden, dass es unsere Bereitschaft, Risiken einzugehen, beeinflusst. Der Darm und die verschiedenen Lebensmittel wirken sich also ganz schön auf unser Gehirn aus.

Doch warum ist das so? Ganz von unseren 100 Millionen Nervenzellen abgesehen, bewegen wir uns nun mal in unsere „Urzeit“ des Menschen zurück. Wir bevorzugen natürlich diese Art von Lebensmittel, die viel Energie- und damit Kalorien liefern und das, um möglichst wenig dafür tun zu müssen. Ein alter Instikt. Denn eine hohe Energie- und Nährstoffdichte bedeutet, dass das Überleben gesichert ist. Was hat denn eine hohe Dichte dieser Bestandteile? Schokolade, Chips, Gummibärchen,… eben diese Lebensmittel, die viel gesättigte Fette, Zucker oder Beides enthalten. Doch diese Lebensmittel haben noch eine gegenteilige Wirkung. Sie erhöht die Menge an inflammatorischen Zytokinen im Körper, welche den Fettzuwachs begünstigen und zusätzlich beeinflusst eine solche Lebensart mit gesättigten, tierischen Fetten, Zucker und Weißmehl wieder unsere Gefühlslage – mal wieder fördert sie Depression, wie in Tierversuchen herausgefunden wurde.

vegetableAnders bei einer pflanzenbasierten, vollwertigen Diät. Hier verändern sich die Darmbakterien, das Körpergewicht und damit auch die Stimmung. Es gilt mal wieder – Wissen ist Macht. Wenn du dich damit auskennst, was deinem Körper gut tut, so wirst du dich verändern. Du wirst weniger das Gefühl haben, Süßigkeiten zu brauchen oder Lust auf Weißmehl- oder tierische Produkte zu haben. Das kommt – du brauchst aber die Zeit, dich umzustellen. Denn dein ganzer Körper wird sich verändern. Von den Darmbakterien bis hin zu deinem Gemütszustand. Und glaub mir, das lohnt sich. Denn ein gesunder, schlanker Körper macht nun mal glücklich. Da brauchen wir eigentlich keine Studien oder Versuche dazu, um das zu wissen.

Natürlich gibt es immer viele verschiedene Ursachen für psychische Störungen oder ungute Stimmungslagen. Aber wir sollten es wie ein Puzzle sehen. Jedes Teil hilft zum Ganzen. Und ich finde es einfach interessant, wie unsere Ernährung doch auf den Körper wirkt. Und der Darm ganz eng mit dem Gehirn verbunden ist. Ganz davon abgesehen, dass wir uns einfach glücklicher und wohler fühlen in einem schlanken Körper. Eine Ernährungsumstellung bewirkt so viel Positives und wir sollten uns das bewusst werden, wie tägliche Entscheidungen uns ganzheitlich beeinflussen.

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